Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für die Nutzung des unter inno-gutachter.de betriebenen Marktplatzes („Plattform") zwischen dem Betreiber und den registrierten Nutzern.
Betreiber und Vertragspartner ist:
Innosirius UG (haftungsbeschränkt)
Stuttgarter Straße 13
70806 Kornwestheim, Deutschland
Amtsgericht Stuttgart, HRB 799206
USt-IdNr.: DE453426751
Nutzer im Sinne dieser AGB sind Auftraggeber, die einen Gutachtenbedarf einstellen, und Sachverständige („Gutachter"), die sich auf eingestellte Aufträge bewerben.
Abweichenden Bedingungen der Nutzer wird widersprochen. Sie werden nur Vertragsbestandteil, wenn der Betreiber ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.
Gegenstand der Leistung
Der Betreiber stellt eine Online-Plattform bereit, über die Auftraggeber einen Bedarf an Immobiliengutachten veröffentlichen und Sachverständige sich darauf bewerben können.
Der Betreiber vermittelt, er begutachtet nicht. Er erbringt selbst keine Sachverständigenleistungen, erstellt keine Gutachten und ist nicht Vertragspartei des zwischen Auftraggeber und Sachverständigem geschlossenen Vertrags. Er schuldet insbesondere nicht das Zustandekommen eines Auftrags.
Die Leistung des Betreibers besteht aus:
- der Bereitstellung der Plattform und des Verzeichnisses geprüfter Sachverständiger
- der Veröffentlichung eingestellter Aufträge
- der Vermittlung des Kontakts zwischen Auftraggeber und Sachverständigem
- der Prüfung der von Sachverständigen eingereichten Angaben und Nachweise im Rahmen von Ziffer 3
Ein Anspruch auf ständige Verfügbarkeit der Plattform besteht nicht. Der Betreiber ist berechtigt, den Betrieb für Wartungsarbeiten zu unterbrechen oder einzelne Funktionen zu ändern oder einzustellen.
Registrierung & Freischaltung
Die Nutzung setzt eine Registrierung voraus. Der Nutzer versichert, dass seine Angaben zutreffend und vollständig sind und hält sie aktuell.
Die Freischaltung erfolgt in drei Schritten:
- Bestätigung der E-Mail-Adresse über den zugesandten Link
- Erteilung der erforderlichen Einwilligungen einschließlich der Annahme dieser AGB
- Prüfung und Freigabe des Kontos durch den Betreiber
Vor der Freigabe sind keine Marktplatz-Handlungen möglich. Ein Anspruch auf Freigabe besteht nicht. Der Betreiber kann eine Aufnahme ohne Angabe von Gründen ablehnen; bereits gezahlte Entgelte werden in diesem Fall erstattet.
Zugangsdaten sind vertraulich zu behandeln. Der Nutzer informiert den Betreiber unverzüglich, wenn er Anhaltspunkte für eine unbefugte Nutzung seines Kontos hat.
Zustandekommen von Aufträgen
Ein veröffentlichter Auftrag ist kein bindendes Angebot, sondern eine Aufforderung zur Abgabe von Angeboten.
Der Ablauf ist:
- Der Auftraggeber veröffentlicht einen Auftrag. Das Veröffentlichen ist unentgeltlich.
- Ein Sachverständiger erwirbt Zugang zu den Kontaktdaten dieses Auftrags (Ziffer 5) und gibt eine Bewerbung ab.
- Der Auftraggeber wählt einen Sachverständigen aus oder lehnt alle Bewerbungen ab.
- Der Vertrag über die Gutachtenerstellung kommt unmittelbar zwischen Auftraggeber und Sachverständigem zustande.
Inhalt, Umfang, Vergütung und Fristen des Gutachtenauftrags werden allein zwischen Auftraggeber und Sachverständigem vereinbart. Der Betreiber wird dadurch nicht verpflichtet und erlangt daraus keine Rechte gegenüber dem Auftraggeber.
Entgelte & Provisionsbeteiligung
Für Auftraggeber ist die Nutzung unentgeltlich. Das Einstellen eines Auftrags und die Auswahl eines Sachverständigen sind kostenfrei.
Auftragszugang für Sachverständige. Um die Kontaktdaten eines Auftrags einzusehen und sich zu bewerben, erwirbt der Sachverständige ein zeitlich begrenztes Zugangsfenster für diesen einen Auftrag. Der Preis und die Dauer werden vor dem kostenpflichtigen Erwerb angezeigt; maßgeblich ist die zum Zeitpunkt des Erwerbs angezeigte Angabe. Ein erneuter Erwerb desselben Auftrags verlängert das bestehende Fenster, statt ein zweites zu eröffnen.
Der Erwerb eines Zugangs begründet keinen Anspruch auf Erteilung des Auftrags. Er vermittelt ausschließlich die Möglichkeit, sich innerhalb des Zeitfensters zu bewerben.
Provisionsbeteiligung. Kommt über die Plattform eine Beauftragung zustande, kann der Betreiber eine Provision bzw. eine Beteiligung am vereinbarten Honorar erhalten. Die Höhe wird vor einer Beauftragung transparent ausgewiesen. Ohne vorherigen Ausweis entsteht kein Provisionsanspruch.
Alle Preisangaben verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben. Entgelte sind mit Rechnungsstellung ohne Abzug fällig.
Pflichten der Sachverständigen
Der Sachverständige sichert zu, dass er
- zur Erbringung der angebotenen Leistungen berechtigt und fachlich geeignet ist
- die von ihm angegebenen Qualifikationen, Zertifizierungen und Mitgliedschaften tatsächlich besitzt und auf Verlangen nachweist
- über die erforderliche Berufshaftpflichtversicherung verfügt, soweit für seine Tätigkeit vorgeschrieben
- Anfragen, die er über die Plattform erhält, in angemessener Zeit beantwortet
- die ihm über die Plattform zugänglich gemachten Daten ausschließlich zur Bearbeitung des jeweiligen Auftrags verwendet
Der Sachverständige ist selbst für die Einhaltung der für ihn geltenden berufsrechtlichen, steuerlichen und datenschutzrechtlichen Vorschriften verantwortlich. Er handelt als selbstständiger Unternehmer; ein Arbeits- oder Handelsvertreterverhältnis wird nicht begründet.
Umgehungsverbot. Wird ein Kontakt über die Plattform hergestellt, darf eine daraus folgende Beauftragung nicht zu dem Zweck außerhalb der Plattform abgewickelt werden, eine ausgewiesene Provisionsbeteiligung zu umgehen.
Pflichten der Auftraggeber
Der Auftraggeber sichert zu, dass er
- die zur Bewertung erforderlichen Angaben zum Objekt zutreffend und vollständig macht
- zur Beauftragung eines Gutachtens über das betreffende Objekt berechtigt ist
- eingestellte Aufträge mit ernsthaftem Beauftragungsinteresse veröffentlicht
- die Kontaktdaten von Sachverständigen nicht für Werbung oder andere fremde Zwecke verwendet
Der Auftraggeber ist nicht verpflichtet, einen der sich bewerbenden Sachverständigen zu beauftragen.
Keine Gewähr für Qualifikation
Der Betreiber prüft die von Sachverständigen eingereichten Angaben und Nachweise vor der Freigabe eines Kontos mit der Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns.
Diese Prüfung ist keine Zusicherung. Der Betreiber übernimmt keine Gewähr für
- die fachliche Eignung eines Sachverständigen im Einzelfall
- den Fortbestand angegebener Qualifikationen, Zertifizierungen oder Versicherungen
- die Richtigkeit, Vollständigkeit oder Verwertbarkeit eines erstellten Gutachtens
- die Bonität, Leistungsfähigkeit oder Vertragstreue eines Nutzers
- die Richtigkeit der von Nutzern selbst eingestellten Angaben
Ansprüche aus der Gutachtenerstellung bestehen ausschließlich gegenüber dem beauftragten Sachverständigen. Die Kennzeichnung eines Profils als geprüft oder verifiziert bezieht sich allein auf die erfolgte Prüfung der eingereichten Nachweise und nicht auf die Qualität einer Leistung.
Haftung
Der Betreiber haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei arglistigem Verschweigen eines Mangels, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach den Vorschriften des Produkthaftungsgesetzes sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht — also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Vertragspartner regelmäßig vertrauen darf — ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
Im Übrigen ist die Haftung ausgeschlossen. Eine Haftung für Schäden aus der Durchführung eines zwischen Auftraggeber und Sachverständigem geschlossenen Vertrags ist ausgeschlossen, da der Betreiber an diesem Vertrag nicht beteiligt ist.
Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter und Erfüllungsgehilfen des Betreibers.
Widerrufsrecht für Verbraucher
Verbrauchern steht bei entgeltlichen Verträgen, die ausschließlich im Fernabsatz geschlossen werden, ein gesetzliches Widerrufsrecht nach § 355 BGB zu. Verbraucher ist jede natürliche Person, die ein Rechtsgeschäft zu Zwecken abschließt, die überwiegend weder ihrer gewerblichen noch ihrer selbstständigen beruflichen Tätigkeit zugerechnet werden können.
Die Widerrufsfrist beträgt vierzehn Tage ab Vertragsschluss. Zur Ausübung genügt eine eindeutige Erklärung in Textform an die in Ziffer 1 genannte Adresse.
Vorzeitiges Erlöschen. Bei einem entgeltlichen Auftragszugang erlischt das Widerrufsrecht, wenn der Betreiber die Leistung vollständig erbracht hat und der Verbraucher vor Beginn ausdrücklich zugestimmt und seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er sein Widerrufsrecht mit vollständiger Vertragserfüllung verliert. Praktisch ist das der Moment, in dem die Kontaktdaten eines Auftrags freigeschaltet werden.
Das Einstellen eines Auftrags und die Registrierung sind unentgeltlich und begründen keinen widerruflichen entgeltlichen Vertrag.
Laufzeit, Kündigung & Sperrung
Das Nutzungsverhältnis läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit ohne Einhaltung einer Frist in Textform gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
Der Betreiber kann ein Konto sperren oder kündigen, wenn der Nutzer wiederholt oder erheblich gegen diese AGB verstößt, unzutreffende Angaben macht, das Umgehungsverbot nach Ziffer 6 verletzt oder Anhaltspunkte für eine rechtswidrige Nutzung bestehen. Der Betreiber wird den Nutzer vorab anhören, soweit dies zumutbar ist.
Ein bereits bezahltes, noch laufendes Zugangsfenster bleibt bei einer Kündigung durch den Nutzer bis zu seinem Ablauf bestehen. Wird das Konto vom Betreiber ohne Verschulden des Nutzers gesperrt, wird ein anteiliges Entgelt erstattet.
Änderungen dieser AGB
Der Betreiber kann diese AGB ändern, soweit dies zur Anpassung an eine geänderte Rechtslage, an höchstrichterliche Rechtsprechung oder an Änderungen des Leistungsangebots erforderlich ist und der Nutzer dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird.
Die geänderten Bedingungen werden dem Nutzer mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Widerspricht der Nutzer nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die Änderungen als angenommen; auf diese Wirkung wird in der Mitteilung gesondert hingewiesen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite das Nutzungsverhältnis zum Zeitpunkt des Inkrafttretens kündigen.
Die jeweils geltende Fassung ist unter inno-gutachter.de/agb abrufbar. Maßgeblich für einen bereits erteilten Auftrag ist die bei Auftragserteilung geltende Fassung.
Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch der durch zwingende Bestimmungen des Rechts des Staates des gewöhnlichen Aufenthalts gewährte Schutz nicht entzogen wird.
Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertragsverhältnis der Sitz des Betreibers.
Der Betreiber ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.
Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Ergänzend gilt unsere Datenschutzerklärung. Anbieterangaben finden Sie im Impressum. Stand dieser Fassung: 22. September 2026.